GROSSRATSWAHLEN 29. MÄRZ 2026

Krieg, Genozid, Diktaturen und Umweltzerstörung prägen unsere Zeit. Aber Gewinn, Wettbewerb und kapitalistische Logik bleiben die einzigen Ziele der Regierungen weltweit. In dieser Welt ist auch der Kanton Bern, hier können wir direkt Einfluss nehmen.

 

WAS IST DIE AL?

Wir setzen uns für radikalen Wandel in der Gesellschaft ein. Neben der Arbeit im Stadt- und Grossrat sind wir in sozialen Bewegungen aktiv und weben an den vielfältigen Netzwerken der Solidarität in Bern mit.

Wir wollen eine Verbindung schaffen zwischen dem Parlament, ausserparlamentarischen Gruppen und sozialen Bewegungen. Wir sind unabhängig von Lobby-Interessen und nah an Basisbewegungen. Das sind unsere Stärken.

“Die Karten neu mischen” heisst, dass wir von oben nach unten umverteilen und Machtverhältnisse in Frage stellen wollen. Wir wollen allen Menschen den Zugang zu Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, öffentlichem Raum und öffentlichen Dienstleistungen ermöglichen. Dabei soll die Umwelt nicht weiter geschädigt werden.

Es soll ein Grundangebot in den Bereichen Ernährung, Wohnen, Mobilität, Bildung, Kommunikation und Gesundheit geben, das unabhängig von Spekulation und Gewinnmacherei ist.

Unterstütze uns, die Karten neu zu mischen! Wir packen den sozialen und ökologischen Umbau gemeinsam an! Wirf die Liste 10 unverändert ein.

 

DIE KARTEN NEU MISCHEN

Findest du es auch skandalös, dass der Kanton Monopoly spielt, statt die Umverteilung von oben nach unten zu stärken?

Im Kanton Bern werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Nur Umverteilung und Solidarität helfen bei der Bewältigung der Krisen – lokal und global. Eine gerechte Steuerpolitik stärkt den Zusammenhalt und stellt fundamentale gesellschaftliche Bedürfnisse langfristig sicher. Eine gerechte Steuerpolitik besteuert Vermögende höher und niedrige Einkommen tiefer.

Bern braucht eine kantonale Einheits-Krankenkasse. Sie ermöglicht Solidarität zwischen allen Versicherten.

Alle Geschlechter sollen gleich behandelt werden bei der Lohn-Arbeit und Care-Arbeit.

Was will die AL ändern, um den Kanton ein klein wenig besser zu machen?

  • Die Vermögens- und die Erbschaftssteuer erhöhen.
  • Vermögen über 100 Millionen Franken einziehen und damit Armutsbetroffene und Angebote für die breite Bevölkerung unterstützen.
  • Einkommenssteuer für Menschen mit wenig Lohn senken.
  • Individuelle Unterstützung und Beiträge nach den aktuellen SKOS-Richtlinien für Sozialhilfebeziehende. Weniger Kontrolle und Strafe.
  • Bezahlbare Kinderbetreuung und mehr Ganztagesschulen.
  • Eine kantonale Einheits-Krankenkasse, die Zahnarztkosten und Übersetzer*innen für Therapien und medizinische Termine bezahlt.

Hast du auch genug davon, in einem Kanton zu leben, der Menschen wegen ihrer Herkunft Schachmatt setzt?

Die AL hinterfragt Machtstrukturen, die über Ein- und Ausgrenzung bestimmen. Diese Macht zu brechen und mehr Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen zu ermöglichen, ist unser Kernanliegen.

Auch die Ausgrenzung von Migrant*innen, Sans-Papiers, Sexarbeiter*innen und weiteren prekarisierten Arbeiter*innen sind Ausdruck der herrschenden Verhältnisse.

Was will die AL ändern, um den Kanton ein klein wenig besser zu machen?

  • Mehr Autonomie für die Gemeinden. Nicht nur bei der Polizei.
  • Die Schaffung einer unabhängigen Stelle, die Polizeigewalt untersucht.
  • Ausschaffungslager (sogenannte „Rückkehr-Zentren“) abschaffen.
  • Direkt-Aufnahme von Geflüchteten ermöglichen.
  • Die Regularisierung von Sans-Papiers und abgewiesenen Asylsuchenden.
  • Genügend Angebote, die Personen über ihre Rechte informieren, Arbeitsbedingungen kontrollieren und Arbeiter*innen zu ihrem Recht helfen.

Mensch ärgere dich! – Und nutze die freigesetzte Energie für den sozialen und ökologischen Umbau!

Die Klimakrise ist bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten. Die wirtschaftlichen Interessen und Machtansprüche zerstören unsere Lebensgrundlage in schnellem Tempo.

Dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wir müssen den Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Produktion, bei der Mobilität, in der Landwirtschaft, bei der Ernährung und beim Konsum stark und schnell reduzieren. Neben der CO2-Reduktion braucht es aber auch Massnahmen zum Erhalt der Biodiversität und Artenvielfalt.

Was will die AL ändern, um den Kanton ein klein wenig besser zu machen?

  • Wir wollen eine kantonale Energieversorgung ohne fossile Energie und keine neuen Atomkraftwerke.
  • Wir wollen den Flughafen Belp aufheben und die Fläche anders nutzen und renaturieren.
  • Wir wollen, dass Wohnquartiere autofrei sind.
  • Wir wollen, dass der öffentliche Nahverkehr für Menschen aus Haushalten ohne Auto kostenlos ist.
  • Wir fordern überall Tempo 30 in den Städten – ohne nationale Tricksereien.

Null Bock auf das digitale Big-Tech-Gefängnis?

Der Kanton macht sich von Microsoft und anderen Konzernen abhängig, statt auf lokale oder europäische Lösungen mit Free/Libre Open Source Software (FLOSS) zu setzen.

KI ist ein Herrschafts-Instrument. Google, Meta und Co. bauen weltweit Rechenzentren für KI-Systeme. Das treibt die Strompreise hoch, gefährdet unsere Energieversorgung und unsere Autonomie.

Was will die AL ändern, um den Kanton ein klein wenig besser zu machen?

  • Der Kanton muss klare Regeln für die Nutzung von KI in der Verwaltung und Organisationen mit einem öffentlichen Auftrag erlassen.
  • Automatisierte Entscheidungen müssen für die betroffenen Menschen nachvollziehbar sein. Der Staat soll deshalb keine versteckten Algorithmen nutzen.
  • Keine Gesichtserkennungs-Software im öffentlichen Raum. Diese Überwachung dient der Kontrolle und Verdrängung, nicht der Sicherheit.
  • Ein analoges Leben muss möglich sein. Die Menschen sollen Behördengänge digital und am Schalter erledigen können.
  • Die digitalen Dienstleistungen müssen barrierefrei, mehrsprachig und in einfacher Sprache sein.
  • Das Internet gehört zur Grundversorgung. Der Kanton muss eine eigene Infrastruktur aufbauen statt Tech-Konzerne zu subventionieren.
  • Die Kosten, Verträge und Entscheidungen bei IT-Projekten müssen öffentlich sein.

Hast du auch das Gefühl, dass deine Stimme im Kanton Bern zu kurz kommt?

Hilf uns, die Karten neu zu mischen – und deine Anliegen im Grossen Rat einzubringen!

Für was haben wir uns in den letzten vier Jahren eingesetzt?

  • Die Sozialhilfe soll Armutsbetroffene besser unterstützen.
  • Die Beratung von Gewaltbetroffenen soll bei der 24h-Hotline durch spezialisierte Fachpersonen erfolgen.
  • Der Kanton soll das Urteil vom europäischen Menschenrechts-Gerichtshof zu Racial Profiling umsetzen und (strukturellen) Rassismus in den Korps und bei Polizeikontrollen bekämpfen.
  • Der Kanton soll eine Ombudsstelle schaffen.
  • Kinderrechte in den Rückkehr-Zentren sollen geachtet werden.
  • Dublin-Rückführungen nach Kroatien sollen gestoppt werden.
  • Abstimmungs-Unterlagen sollen in einfacher Sprache vorliegen.
  • Ehemalige Sozialhilfe-Beziehende sollen sich nach 3 Jahren und nicht erst nach 10 Jahren ab dem Ende der Sozialhilfe einbürgern lassen können.
  • Der Kanton soll Rechte von Gefangenen achten und die Ersatz-Freiheitsstrafen, die sich wegen einem IT-Fehler angestaut haben, verjähren lassen.
  • Es sollte verboten werden, betrunken zu jagen.

Was hat die AL bewirkt?

  • Die Stimmberechtigten können bald über ein kommunales Stimm- und Wahlrecht für Ausländer*innen abstimmen.
  • Der Grosse Rat muss ein Stellvertretungssystem erarbeiten.
  • Ein Nachsorge-Angebot für Betroffene von häuslicher Gewalt wird nach einem Pilot nun vom Kanton finanziert.
  • Mehr Menschen haben das Recht auf Prämien-Verbilligungen.
  • Der Kanton muss Familien-Ergänzungsleistungen einführen.
  • Die Polizei muss immer wieder Rechenschaft ablegen zu Gummischrot-Einsätzen, Verhältnismässigkeit oder auch zur Eignung ihrer Hunde.
  • Der Kanton und die Uni müssen sich immer wieder öffentlich mit Alternativen zu Tierversuchen beschäftigen.

Die AL hat eine Unterlistenverbindung mit TIF. In der Listenverbindung sind auch die SP und die Grünen. Mensch kann also die AL-Liste unverändert einwerfen! Reststimmen gehen zuerst an TIF und danach an SP oder Grüne.