Für Menschen - gegen Diskriminierung

Für Menschen - gegen Diskriminierung ist ein Zusammenschluss, von verschiedenen Einzelpersonen und Organisationen, die aus dem Referendum gegen die letzte Asylgesetzverschärfung hervorgegangen ist. Das Ziel ist Diskriminierung auf allen Ebenen zu thematisieren und zu bekämpfen.

 


 

Wir sind alle Menschen, mit unseren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. In einem freien und demokratischen Staat muss jede und jeder eine faire Chance haben, eine Lehrstelle zu bekommen, eine Wohnung zu mieten, Zugang zu öffentlichen Anlässen zu erhalten, ohne Nachteile durch zufällige Merkmale und persönliche Eigenheiten zu erfahren.

Wir leben in einer Gesellschaft der Vielfalt: Geschlecht, Alter, Religion, Sprache, Ethnie und vieles mehr sind in unterschiedlichster Ausprägung vertreten. Diese Breite ist eine Stärke und ein Zeichen der Freiheit unserer Gemeinschaft. In der Schweiz soll sich niemand fürchten müssen, von fundamentalen Aspekten des Lebens wie Arbeit, Wohnen oder Bildung ausgeschlossen zu werden.

Wir sind alle Menschen und verdienen dadurch den Respekt unserer Mitmenschen. Aber gerade im Alltag passiert es immer wieder, dass Fairness fehlt:

 

  • Lehrstellensuche: Soll eine Jugendliche weniger Chancen haben, nur weil ihr Name „fremd“ tönt?
  • Wohnungssuche: Soll eine Liegenschaftsverwaltung, ein Vermieter oder eine Hausbesitzerin Wohnungssuchende mit einer anderen Religion ausschliessen dürfen?
  • Arbeitsmarkt: Soll die sexuelle Orientierung oder Geschlechteridentität einer Person ihre Anstellung verhindern?
  • Versicherungen: Soll eine Person wegen eines Krankheitsbildes von einer Versicherung ausgeschlossen werden dürfen?
  • Mobilität: Soll ein Taxifahrer einem Menschen mit Gehbehinderung die Mitfahrt verweigern dürfen?
  • Ausgang: Soll ein Türsteher einen Jugendlichen wegen seiner Hautfarbe nicht in den Club lassen?

 

Diese Fragen gehen uns alle an. Diskriminierung kann jede und jeden treffen. Wer kennt niemanden mit einer anderen sexuellen Orientierung oder einer chronischen Krankheit? In welchem Betrieb gibt es keine Kolleginnen oder Kollegen, in welcher Klasse gibt es keine Mitschülerinnen und Mitschüler mit Wurzeln aus einer anderen Kultur? Wir alle kennen Menschen, die machtlos mutwilliger Benachteiligung ausgesetzt sind.

In der Schweizer Verfassung ist die Gleichheit aller Menschen festgeschrieben und verbietet somit jegliche Diskriminierung. Per Gesetz werden Betroffene jedoch nicht wirksam geschützt. Es ist an der Zeit, diesen Schutz zu konkretisieren und die hohen Prinzipien der Verfassung gesetzlich umzusetzen.

Mitgliederliste

AL Bern, VSS-Kommission Jugend, VSS-Kommission LGBT, VSS-Kommission Migration, Demokratische JuristInnen Schweiz, FIZ - Fachstelle Frauenhandeln und Frauenmigration, Gewählte Stimme der MigrantInnen für alle, Grünen Schweiz, ISA - Informationsstelle für Ausländerinnen- und Ausländerfragen, Junge Alternative JA!, Junge Grüne Schweiz, JUSO, NCBI Schweiz, Pink Cross, Second@s Plus, Solinetz Region Basel, Solidaritätsnetz Zürich, Solidarité sans frontières