Initiative - Für Ernährungssouveränität

Die Initiative will neue Wege für die Agrar- und Ernährungspolitik der Schweiz eröffnen. Ziel ist Zukunftsperspektiven für die aktiv Tätigen in der Landwirtschaft zu schaffen, den Erwartungen der Bevölkerung nach sozial und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln gerecht zu werden, die natürlichen Produktionsgrundlagen zu schützen und für einen fairen internationalen Handel einzustehen. Die Volksinitiative ist ein wichtiges Mittel, um die Bevölkerung an diesen existentiellen Entscheidungen zu beteiligen. Ernährung betrifft uns alle. Bald 20 Jahre nach der letzten Volksabstimmung zur Landwirtschaft braucht es jetzt einen neuen Impuls.

Die Initiative will in der Schweiz das Prinzip der Ernährungssouveränität umsetzen. Dazu fordert sie, dass sich der Bund für folgende Ziele einsetzt:

  1. Eine vielfältige, bäuerliche und gentech-­‐freie Landwirtschaft, welche die natürlichen Ressourcen, namentlich den Boden und das Saatgut, schützt.
  2. Eine Landwirtschaft, die kommenden Generationen eine Zukunft bietet und ihnen den Zugang zu Land garantiert. Eine Landwirtschaft, die dank fairer Presie den Bauern und Bäuerinnen sowie den landwirtschaftlichen Angestellten ein gerechtes Einkommen sichert.
  3. Ein Markt mit mehr Transparenz, welcher im Dienste der Bauern und Bäuerinnen, sowie der Konsumenten und Konsumentinnen steht. Es geht um die Stärkung kurzer Kreisläufe und darum eine regionale Produktion zu ermöglichen und zu beleben. So werden in den Regionen Arbeitsplätze erhalten, Transporte beschränkt und eine bessere Rückverfolgbarkeit garantiert.
  4. Ein gerechterer internationaler Handel wird ermöglicht durch regulierende Zölle an den Grenzen, durch das Recht sich zu schützen und die Pflicht auf Exportsubventionen zu verzichten.
  5. Eine Landwirtschafts-­ und Ernährungspolitik, welche sich an den Erwartungen der Bevölkerung ausrichtet. Die Bevölkerung bestimmt im Respekt gegenüber anderer Regionen souverän über ihre Landwirtschafts-­ und Ernährungspolitik.